Traumstrassen der Welt: Alaska Highway

Unglaubliche Landschaften, atemberaubende Wildlife-Szenerien und spannende Geschichte hautnah: Der Alaska Highway ist die berühmteste Straße im Norden Kanadas und führt als Hauptschlagader des Yukon von Dawson Creek in British Columbia über Watson Lake, Whitehorse und Haines Junction bis nach Delta Junction in Alaska. Im Jahr 2017 wird der 2.288 Kilometer lange Highway 75 Jahre alt.

Kaum einer weiß es, und dennoch ist es wahr. Der Alaska Highway hat seinen Ursprung auf Hawaii. Als die Amerikaner nach dem verheerenden Überfall auf die Pazifikflotte 1941 in Pearl Harbour Angst vor einem Landangriff der Japaner über die Aleuten hatten, schlossen sie sich kurzfristig mit der kanadischen Regierung zusammen und beschlossen das Mega-Projekt.

Bereits im März 1942 begann der nur neun Monate dauernde Bau der 2.288 Kilometer langen Piste durch die totale Wildnis von British Columbia, dem Yukon und Alaska. Von Dawson Creek in B.C. bis Delta Junction in Alaska. Dieser ehemalige Militärweg der 40er Jahre ist heute die Hauptschlagader für Kanadas Norden und Alaska und ist unter dem Namen Alaska Highway oder Alcan Highway bekannt.

2017 wird der Alaska Highway 75 Jahre alt. Noch immer ist eine Fahrt auf dieser Traumstraße ein großes Abenteuer voller Wildlife, Geschichte und unglaublichen Landschaften.

Weitere Informationen bei Tourism Yukon, c/o Bergold Promotions, 60313 Frankfurt, Tel: 069-2193670, Email Email: info@travelyukon.de, www.travelyukon.de


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Traumstrassen der Welt: Route 66

Von Chicago am Rande der Großen Seen bis nach Los Angeles - auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer nur in eine Richtung: nach Westen.




3-teilige Dokumentation, Wiederholung in unregelmässigen Abständen auf Phoenix oder Arte, Filme von Peter Adler, ZDF / 2012


Teil 1: Auf der Hauptstraße Amerikas - Von Chicago, Illinois nach Tulsa, Oklahoma

Von Chicago am Rande der Großen Seen bis nach Los Angeles - auf dem legendären Highway Route 66 geht es immer nur in eine Richtung: nach Westen. Nur wenige Meilen zwängt sie sich durch die Schluchten der Metropole am Lake Michigan, dann wird die "66" eine fast 4.000 Kilometer lange Landstraße - durch "Smalltown America", das weite Land der Farmen und Kleinstädte. Heute gleicht die Route 66 an vielen Orten einem Museum der 30er bis 50er Jahre. Ein Eindruck, der sich mit jeder Meile verstärkt.

Gleich nachdem die Route 66 die Metropole Chicago verlassen hat wird deutlich, dass sie nicht mehr die von Osten nach Westen führende Hauptverkehrsader der Vereinigten Staaten ist. Die in den 60er Jahren gebauten vielspurigen Interstate-Autobahnen haben den Großteil des Fernverkehrs aufgenommen.

Heute gleicht die Route 66 an vielen Orten einem Museum der 30er bis 50er Jahre. Ein Eindruck, der sich mit jeder Meile verstärkt. Wer einst vom Verkehr auf der „66“ lebte, hat sein Geschäft längst aufgegeben und ist weitergezogen. Geblieben sind Ruinen von Tankstellen, Motels und Geschäften. Einige wurden mittlerweile liebevoll restauriert als heimelige Erinnerungen an die guten, alten Zeiten und natürlich auch, um damit vom Nostalgie-Tourismus rund um die Route 66 zu profitieren. An Wochenenden öffnet in Litchfield eines der letzten noch in Betrieb befindlichen Autokinos an der „66“. Einen Ort weiter bietet ein Händler alte, chromblitzende Straßenkreuzer an - Amerikas Classic Cars mit ihren riesigen Heckflossen. Und überall beweisen kleine Familienrestaurants, dass Reisen in Amerika auch ohne Fastfood möglich sind.

Die Route 66 ist eine Straße der Kontraste. St. Louis, die Stadt am Mississippi, hat mehr als die Hälfte ihrer Einwohner verloren. Die Ruinen gespenstisch verlassener Fabrikanlagen und entvölkerter Stadtteile säumen die legendäre Landstraße. Mittendrin aber dröhnt nachts der Rhythmus der Rapper in den Hip-Hop-Clubs. Und nur wenige Meilen weiter, in den grünen Hügeln der Ozarks und Missouris, scheint die Zeit stillzustehen. Dort treffen sich Bluegrass-Musiker wie seit Generationen zu einer Jamsession in einer alten Poststation. Zur Musik ihrer Fiddle und der Gitarren tanzen die Leute den Square Dance.


Teil 2: Im Herzen Amerikas - Von St. Louis, Missouri nach Amarillo, Texas

Im "Bibelgürtel", dem mittleren Abschnitt der Route 66, gehört Gottesfurcht zur Alltagskultur. Die "Oral Roberts University" im Bundesstaat Oklahoma ist die größte charismatisch-christliche Universität der Welt. Den über 3.000 Studenten ist Sex vor der Ehe und Homosexualität verboten. Die Evolutionslehre nach Darwin halten sie für Teufelszeug.

Gottesfurcht gehört im sogenannten Bibelgürtel zur Alltagskultur. Selbst Tankstellen dienen der Mission. An der konservativ christlichen Oral Roberts University in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma sind mehr als 3.000 Studenten eingeschrieben. Sex vor der Ehe und Homosexualität sind ihnen verboten und die Evolutionslehre nach Darwin halten sie für Teufelszeug.

Die Route 66 führt aber auch durch das Land der Cowboys. So trifft man in Oklahoma City und Amarillo gleich auf zwei der größten Viehmärkte der USA. Auf Saloon getrimmte Steakhäuser sind die Attraktion der Gegend. Sie bieten als besondere Mutprobe den Verzehr eines zwei Kilo schweren Steaks. Wer es innerhalb einer Stunde schafft, ist Gast des Hauses. An Wochenenden treffen sich traditionsbewusste Texaner zu Kochwettbewerben. Das Besondere dabei ist, dass alles genauso aussehen und vonstattengehen muss wie zu den Zeiten der Pioniere. Planwagen, offene Feuerstellen, dampfende Kessel und altertümliche Kostüme sollen die Erinnerung an die Eroberung Amerikas wach halten. Und echte Cowboys singen dazu ihre Lieder vom Leben harter Männer in der Prärie.

Die Ruinen der Geisterstädte aus den Anfängen des Automobil-Zeitalters sind bei Reisenden längst zu beliebten Fotomotiven geworden. Besonders gern werden sie von Bikern auf den Spuren des Kultfilms "Easy Rider" besucht. Die Faszination der einsam gewordenen Straße entdeckten vor Jahren auch Hippies auf der Suche nach Orten für ein freies Leben. In der einst verlassenen Goldgräberstadt Madrid im Bundesstaat New Mexico leben sie noch heute, grau geworden und etwas verloren zwischen den Galerien und Boutiquen, die ihnen folgten. Ihren Hippie-Friedhof haben sie zu einem Platz der heiteren Trauer gemacht, zu einem berührenden Ort von Fantasien und Träumen.


Teil 3: Durch Amerikas weiten Westen - Von Amarillo, Texas nach Los Angeles/Santa Monica, Kalifornien

Der westliche Abschnitt der Route 66 führt durch die US-Staaten New Mexico, Arizona und Kalifornien. Er durchzieht karge Landschaften, Wüsten und Indianer-Reservate. Am Ende des populären Highways lockt der Sonnenstaat Kalifornien mit den Versprechungen des American Dreams.

Viele der Naturwunder am Rande der Route 66 liegen in Indianer-Reservaten. Dem Stamm der Laguna gehört aber auch das Route-66-Spielkasino. Ein Gesetzesprivileg, das Amerikas Ureinwohnern erlaubt, Kasinos zu betreiben, verschafft ihnen zum ersten Mal eine Art Wohlstand. So lässt das Geld der Zocker Arbeitsplätze, Schulen und Krankenhäuser entstehen.

Auch die Walapai-Indianer profitieren von der Wiederentdeckung der Route 66, denn sie streift den faszinierenden Grand Canyon. Jetzt bieten indianische Führer Rafting-Touren auf dem Wildwasser des Colorado-Flusses an, der sich in über 1.000 Meter tiefen Schluchten durch die Felswände zwängt. Vor mehr als 9.000 Jahren hinterließen die Vorfahren dieser Stämme ihre Spuren in Hunderten von Felszeichnungen. Die Szenen aus dem Leben längst verschwundener Völker sind so gut erhalten, als wären sie eben erst entstanden.

Mit Einbruch der Dunkelheit scheinen die tagsüber trostlosen Ortschaften an der "66" zu erwachen. Bunte Neonlichter werben wie Filmkulissen für die erhalten gebliebenen Motels und Diner-Restaurants. Die Kleinstadt Seligman in Arizona ist stolz darauf, dass dank ihrer Initiative die Reste der Route 66 zum nationalen Kulturdenkmal der USA, zum Historic Highway, erklärt wurden.

In der unwirtlichen Mojave-Wüste stehen zwischen Kakteen die Zelte der Goldgräber, die der Anstieg des Goldpreises in die Einöde gelockt hat. Nebenan bereiten sich Marine-Infanteristen auf den Einsatz im Wüstenkrieg vor.

Nach Kalifornien zog es bereits in den 30er Jahren die Karawane des Elends, der John Steinbeck in seinem Roman "Früchte des Zorns" ein Denkmal setzte. Zahllose Farmer, die in den Staubstürmen Oklahomas alles verloren hatten und an den Küsten des Pazifiks die Versprechungen des amerikanischen Traums suchten, kamen mit ihren Familien über die Route 66. Einer von ihnen war Earl Shelton. Er erzählt seine Geschichte der Route 66 stellvertretend für alle, die aus dieser Straße Amerikas die Mother Road machten.


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